Getriebeüberholung Chevy TH400 mit B&M Überholsatz
Das Getriebe wurde aus einem Pick Up ausgebaut.
Im Pick Up ist ein Cadillac Big Block Motor mit 7,9l eingebaut.
Bei dieser Motorleistung hat das Getriebe nicht lange durchgehalten.
Deshalb ging es ab auf den OP-Tisch von RAMAX.
Bei der ersten Sichtprüfung konnte man einen zerfetzten Wandler-Simmerring erkennen. Da braucht man sich nicht wundern, warum das Getriebe Öl-Verlust hatte.
Es dauert nicht lange und die ersten Innereien liegen auf dem Tisch. Öl-Pumpe und Kupplungskörbe.
Auch die obere Schaltplatte muss ab um das Getriebe weiter zu demontieren.
Man sollte darauf achten, dass die Kugeln vorhanden sind.
In der Schaltplatte befindet sich eine Schraube die im inneren des Getriebes die hinteren Kupplungskörbe fixiert.
Nun liegen alle Teile auf dem Tisch und warten auf die Einzelbehandlung.
Wenn man alles demontiert hat, schaut man in ein leeres Gehäuse.
Das wichtigste beim Überholen sind die Gummiabdichtungen an den Druckplatten. Ohne den richtigen Sitz dieser Gummis kann das Getriebe nicht funktionieren.
Es ist eine schöne Arbeit die Gummilippen der Dichtungsringe ins Gehäuse zu bekommen.
Der Vorteil bei einem B&M Überholsatz sind die Metallkolbenringe, die deutlich bessere Funktion garantieren als die Plastikringe die man oben im Bild sieht.
Die speziellen Metalldichtringe haben kleine Hacken die eingehängt werden müssen.
Nach dem Überholen der ersten Teile kann man sie wieder ins Getriebe einbauen.
Man muss die alten und neuen Kupplungsscheiben miteinander vergleichen um den richtigen Zusammenbau zu gewährleisten, aber Achtung oft sind Getriebe schon mal überholt worden und dabei falsch zusammen gebaut.
Die neuen Beläge sollte man in neuen ÖL einweichen, dann leiden sie nicht beim ersten Starten des Getriebes.
Hier kann man die alten, verbrannten Kupplungsscheiben sehen.
Nach und nach werden die einzelnen Pakete ins Gehäuse eingebaut.
Hier sieht man einen Kupplungskorb in dem die Druckplatte schon eingesetzt wurde.
Immer im Wechsel werden die Kupplungsbeläge und Metallplatten eingebaut. Nach dem Einsetzen des oberen Sicherungsring, sollten die Beläge noch Spiel haben und sich bewegen lassen.
Wieder ein Kupplungsgehäuse …
Stück für Stück werden die Teile zusammengesteckt und eingebaut.
Auch der vordere Teil ist eingebaut worden und es fehlt nur noch die Öl-Pumpe.
Für die Öl-Pumpe gibt es auch ein paar Tuningteile die eingebaut werden sollten.
Hier kann man die geöffnete Öl-Pumpe sehen …
… sowie das Gegenstück.
Am Schaft werden auch die Dichtringe getauscht.
Auf den richtigen Sitz der Ringe ist unbedingt zu achten, sonst gibt es Probleme beim Zusammenstecken der Öl-Pumpe in das Gehäuse.
Vorsichtig die Schrauben der Öl-Pumpe anziehen, damit sie nicht verkanntet, unbedingt auf den richtigen Sitz der Dichtung achten.
Dann kann man sich den einzelnen Druckkolben widmen und auch dort die Dichtungsringe tauschen.
Teilweise sind beim B&M Satz auch dafür Metallringe beigelegt.
Auf einen sauberen Lauf der Kolben ist nach dem Einbau zu achten.
Auch in der oberen Schaltplatte ist ein Kolben der überholt wird und es sind dem B&M Satz einige Modifikationen beigelegt.
Wieder ein Metallring, diesmal ohne hacken, beim Einbau darauf achten das dieser Ring nicht verklemmt.
Nach dem überarbeiten der Schaltplatten kann man diese wieder aufsetzen.
Vorher kann man im B&M Satz entscheiden, welche Schaltmodifikation man haben möchte.
Im hinteren Teil werden auch alle Dichtungen an allen Öffnungen erneuert, damit das Getriebe nachher auch dicht ist.
So fertig …
… die neuen Simmerringe sollte man etwas mit ÖL einschmieren, dann geht der Wandler und die Kardanwelle besser rein und es kommt zu keiner Beschädigung der Simmerringe.
Wie bei jeder Tuning- und Überholmaßnahme ist ein Zusatz-Getriebe-ÖL-Kühler Pflicht.