Motorüberholung nach Lagerschaden an einem

Pontiac Firebird V6 / 3,1l Motor Baujahr 1991

 

 

Ein Meer von Kabel, der Motor muss erst mal von dem

Spinnennetz befreit werden um in aus zu bauen.

 

 

 

Ob wohl der V6 in dem Motorraum fast nicht zu sehen ist,

bekommt man beim raus heben dennoch Probleme, wenn

der Motorkran nicht einen besonderst langen Arm hat.

Besser ist es den Motor mit einem Kettenzug raus zu heben.

 

 

 

Als Gegengewicht für den Langen Motorkran sollte immer

einer hinten den Kran beschweren.

 

 

 

Beim anheben muß man darauf achten, dass keine Kabel

abgerissen werden und das Getriebe mit dem Wandler nicht

leidet. In der Ruhe liegt die Kraft J

 

 

Nach dem der Motor auf dem Ständer gehängt ist kann man

an die Demontage aller Teile gehen.

 

 

 

Nachdem die Öl-Wanne ab war, haben wir das Ausmaß

der Zerstörung sehen können. Das Sieb der Öl-Pumpe

war extrem mit Lagerresten verstopft.

 

 

 

Hier kann man eine deutliche Verfärbung an Pleuel und

Kurbelwelle erkennen. An dieser Stelle wurde es sehr

heiß und man sollte eine solche Kurbelwelle nicht mehr

einsetzen, zumal die Lagerlauffächen komplett mit

Riefen versehen sind.

 

 

 

An zwei Stellen haben die Lager gefressen und die Welle ist

somit dem Tot geweiht.

 

 

Die zwei Pleul mit dem Lagerschaden sind auch hin,

die Lager haben sich fest mit dem Pleul verbunden.

 

 

 

Die Pleul hatten soviel Spiel, dass die Kolben an den

Zylinderkopf angestoßen sind. Dadurch haben sich die Pleul

verformt und die Kolben sind unbrauchbar ( Risse ).

 

 

 

Die Hitze im Motor war so groß das auch die Kolbenringe

fast alle geplatzt sind. Motorschaden in Vollendung.

 

 

 

Neue Kolben mussten her, und da haben wir gleich gute,

spezial beschichtete Kolben bestellt, die mehr aushalten

als die Standard.

 

 

Da man immer möglichst gleiche Kolben haben muss,

wurde ein kompletter Satz gekauft.

 

 

 

Pleul brauchten wir auch, die gab es leider nur

teuer direkt von GM in den USA

 

 

 

Natürlich auch andere Teile die auf jeden Fall bei einer

Überholung neu gemacht werden müssen.

 

 

 

Der Einbau der neuen Nockenwellenlager erfordert Spezialwerkzeug

und Erfahrung und ist in diesem engen Motor sehr schwierig

durch zu führen.

 

 

 

Die neuen Froststopfen sind aus Messing,

die werden nie wieder durchrosten.

 

 

 

Auch sollte man sie etwas mit Silikon einsetzen

 dann sind sie auf jeden Fall dicht.

 

 

 

Da die Laufbuchsen noch im Maß liegen werden

sie nur gehohnt und die Dichtflächen abgeplant.

 

 

Nach dem der Block gereinigt und eingeölt wurde beginnt

die Montage der neuen Kurbelwelle, hier sieht man die

neuen Hauptlagerschalen.

 

 

Die Kurbelwelle wird gut eingeölt und dann vorsichtig,

ohne zu verkanten in die Lagerschalen gesetzt.

 

 

Danach können die Lagerböcke montiert werden.

Beim hinteren Lagerbock muss darauf geachtet werden,

dass der Simmerring mit etwas Silikon eingesetzt wird.

 

 

Da wir einen neuen Satz Kolben einsetzen müssen die

alten Kolben von den vier Pleuls, die noch i.O. sind

abmontiert werden. Dies kann man mittels einer

speziellen Presse durchführen, dabei muss man darauf

achten, das die Pleuls keinen Schaden erleiden, die Kolben

können dabei kaputt gehen, was aber egal ist weil es gibt

ja neue. J

 

 

Hier die vier alten und die zwei neuen Pleuls.

 

 

Danach werden mittels eine speziellen Hitzemethode die

Neuen Kolbenbolzen auf die Pleul geschrumpft, dies

Erfordert Erfahrung und Geschick.

 

 

Dann werden die Kolben mit neuen Kolbenringen ausgestattet.

Es ist darauf zu achten das die Schlitze eine bestimmte

Stellung haben, damit der Motor danach kein ÖL zieht.

 

 

 

Zum Schutz der Kurbelwelle und der Laufbuchsen werden

Die Pleulschrauben mittels „Kondom“ geschützt.

 

 

Das Kolbenspannband wird um den Kolben gelegt und

die Kolbenringe somit gespannt, damit Sie in die

Laufbuchse passen.

 

 

Mittels Hammerstiel wird der Kolben vorsichtig in die

Laufbuchse eingeführt.

 

 

 

 

Wenn das Pleul und der Kolben eingeschoben sind, wird

Gleich die passende Lagerschale zum Pleul montiert, alles

mit viel ÖL das bei dem ersten Starten nichts trocken läuft.

 

 

Die neue Öl-Pumpe mit dem gut gereinigten Sieb wird

dann montiert.

 

 

Jetzt kann man sich den beiden Köpfen widmen und

sie zerlegen.

 

 

Der Kopf wird gereinigt und zum Ventileinschleifen

vorbereitet.

 

 

Man sollte immer erst einen Kopf nach dem anderen

demontieren, damit nachher wieder alle Teile dort hin

kommen wo sie waren.

 

 

Die Ventile werden von den Ablagerungen befreit.

 

 

Dann werden die Ventile dreimal mit grober und ein bis

zweimal mit feiner Schleifpaste bestrichen und eingeschliffen.

 

 

Der Ventilsitz sowie Ventil sollten eine gleichmäßige graue

Schleifstelle rings um den Sitz aufweisen und dicht abschließen.

 

 

Nach dem Zusammenbau, werden die Köpfe auf den

Motorblock montiert und nach Drehmoment angezogen.

 

 

Die neue Steuerkette wird montiert und es ist genau

darauf zu achten das die Markierungen richtig stehen.

 

 

Die Stößel und Stößelstangen werden eingeölt und

eingesetzt.

 

 

Die Ventile werden nach Angabe entsprechen eingestellt.

 

 

Aus Sicherheitsgründen haben wir uns auch für eine neue

Wasserpumpe entschieden.

 

 

Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Wasserkanäle

des Steuerdeckegehäuses gut dichten, etwas Silikon hilft

hier bestens.

 

 

Deckel drauf und abkleben.

 

 

Einmal schön ein nebeln mit neuer Farbe …

 

 

… dann sieht er gleich noch freundlicher aus.

 

 

Danach kann die Montage der vielen Halter, Krümmer und

Einspritzteile beginnen.

 

 

Da wir im Motorraum kaum Platz haben, werden auch die

Zündkerzen und Kabel, die neue Kappe und der Zündfinger

vormontiert.

 

 

Schön angeschnallt bewegt sich der „kleine Mann“

in Richtung Motorinnenraum, der auch mit etwas Farbe

im Bereich der Vorderachse benebelt wurde.

 

 

Hier zeigt er sich das letzte Mal an der „frischen“ Luft.

Jetzt gibt’s kein zurück mehr. Der Einbau war recht schwierig,

da der Motor sehr weit hinten im Motorraum sitzt.

Die Krümmer und das Getriebe müssen auch gleich passen,

da dieser Akt die volle Kraft unserer Hände benötigte,

konnten wir leider keine Bilder machen. J

 

 

Nach dem alles wieder eingebaut war, konnte man den Motor

kaum noch durch die vielen Kabel, Schläuche und

Aggregate sehen.

 

 

Der erste Probelauf verlief mit einem perfekten

Anspringen und einem tadellosen Lauf.

 

 

Beppo, der Besitzer war glücklich als er mit seinem Baby wieder

richtig Gas geben konnte.

 

RaMax