Mein 1967er PONTIAC VENTURA
wird restauriert!

Endlich war es soweit. Mit Pascal habe ich den Pontiac
im Januar zum Lackierer gebracht.
Am 30.01.2011 begann dann mit MAX der erste
Schritt zu neuer Schönheit.
Also hieß es an einem Sonntag: Schaffe, Schaffe!

Motor und Getriebe wurden entfernt und nach 8 Stunden
gemeinsamer Arbeit lagen beide Teile bei MAX im Hof.


1. Die Haube stört nur beim Arbeiten!

2.Alles ist vorbereitet: Kabel und Leitungen sind ab, sowie
Kühler und Lichtmaschine draußen


3.Jetzt kann der Kran kommen...


4. Der 6,6l Small-Block hängt am Haken.


5. MAX mit dem ausgebauten Motor.


6. Das Getriebe kam anschließend raus.

7.Der Ventura ohne Motor und Getriebe!


Während sich Alex an die Karosserie machte,
konnten wir hier in Frankfurt in aller Ruhe Motor
und Getriebe überholen. Dazu wurden beide zerlegt.

Zunächst wurden die Flüssigkeiten abgelassen um dann
die Zylinderköpfe zu entfernen:

1. Darunter sieht es doch für 43 Jahre noch gut aus.


2. Aber die alten Korkdichtungen sind fertig...


3. Die Steuerkette wird durch eine mit Zündung auf "0" ersetzt werden!


4. Der Kopf ist ab, Blick in den Brennraum.


5. Blick auf die Kolben,

6. diese sehen alle noch sehr gut aus


7. und das Öl ist auch noch nicht so lange drin gewesen.


8. Unter der Wanne zeigte sich die Kurbelwelle, mit wenig Spiel.


9. Nur die Kolbenringe müssen ersetzt werden,


10. aber auch die Pleuel brauchen nur neue Lager.


11. Als letztes Teil kam die Kurbelwelle aus dem Block.


12. Auch das Innere des TH400 (1967) macht einen guten Eindruck.


13. Alles war gut geschmiert.

Die Analyse von Motor und Getriebe
ergab, dass es sich um einen nicht besonders hoch
verdichtenden Motor in hervorragendem Zustand handelt.
Die angebenen 47.000 mls beim Kauf schienen eine reale
Laufleistung zu sein, zudem waren wohl regelmäßig Ölwechsel
durchgeführt worden.
Die Kolben, Hubräume und Ventile waren in so guten Zustand,
dass ein Austausch nicht nötig war. Zudem gab es im
Standardmaß keine DOM-Kolben. Neue Kolben hätten eine
kostenintensive Bohrung auf 0,60er Übermaß bedeutet.
Dadurch wäre die Wandstärke des Motorblock ausgereizt
und eine weitere Revision unmöglich gewesen.
Das Getriebe sollte nur neu abgedichtet und Ver-
schleißteile wie das Ölsieb und Modulator ersetzt werden.

Folgenden Teile wurden bestellt:
- 8x neue Zündkerzen
- 8mm Zündkabel in rot mit Kabelführungen aus Metall
- Umbausatz auf elektronische Zündung
- neue, verbesserte Wasserpumpe
- neuer Steuerketten-Kit
- neue Nockenwelle, inkl. Lager und Stößel, sowie Ventilfedern
- neue Kolbenringe
- ein Motordichtsatz mit allen Dichtungen und Froststopfen
- ein neuer doppelter Aluminumkühler, ein neues Thermostat
- verchromter Wasseranschluss am Motor und neue Ölpumpe
- Edelbrock Ansaugspinne
- Edelbrock 650er 4-fach Vergaser der ThunderAVS-Serie
- verchromte Benzinleitung und Edelbrock-Ventildeckel
- Bremskraftverstärker und neuer Bremszylinder
- Getriebedichtsatz mit Ölsieb
- außerdem eine neue 2,5" Auspuffanlage


Anfang März kamen dann die Teile von Summit.
Vor dem Zusammenbau mussten jedoch erst der ganze Rost
und die grünen Farbreste runter.




Der Block glänzt nach stundenlanger Bearbeitung
mit der Flex und der Drahtbürste!








Bevor Ralf sich den Köpfen und Ventilen widmen konnte,
mussten auch diese von Dreck, Rost und Dichtungsresten
befreit werden:








Die alten Gussauspuffkrümmer waren sehr rostig,
der linke wies einen langen Riss auf, der geschweißt
werden musste. Danach wurden sie entrostet um mit Nu-Cast
Gusskrümmerlack von VHT lackiert. Langfristig sollen sie
durch Headmen Headers ersetzt werden.




Danach hieß es endlich:
WIEDER ZUSAMMENBAUEN!

Die neue Nockenwelle und die neuen Lager-
schalen der Kurbelwelle machten den Anfang.




Anschließend mussten die Lagerschalen und
die Seildichtung geschmiert werden, dann

konnte die Kurbelwelle wieder in den Block!



Mit neuen Kolbenringen versehen, wurden
die Kolben wieder eingesetzt.



Es folgten Steuerkette und Wasserpumpe,
danach kam das Ölsieb drunter und der halbe
Motor war schon wieder zusammen.



Die von Ralf gesäuberten und optimierten
Zylinderköpfe wurden montiert, anschließend
die Stößel und Kipphebel eingestellt.



Die Spritzwand musste erst "blank gemacht",
dann grundiert und neu lackiert werden.
Ein neuer Bremszylinder mit Bremskraft-
verstärker ersetzten den alten.



Dann -nach 2 Monaten Arbeit- war der Motor
endlich fertig und konnte mit dem Kran
in sein frisch lackiertes "Bett" gehoben werden:



Leider passten die neuen Krümmer links nicht,
das Lenkgestänge war im Weg. Also mussten
sie aufwändig umgeschweißt werden, weshalb
erstmal die Gusskrümmer montiert wurden.

Und dann konnte der neue
Motor zum ersten Mal starten:

Danach konnte der Wagen komplettiert werden:
Mit Stoßstange und Scheinwerfern sieht er schon
wieder aus wie ein Auto!




Nachdem noch die letzten Chromteile und
Schräubchen wieder an Ort und Stelle waren...
stand der Probefahrt nichts mehr im Wege!


DANKE an Max & Ralf!!!
Der Club ist unbezahlbar...